Der Router war schon für “irreparabel” kaputt erklärt worden

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Der Router war schon für “irreparabel” kaputt erklärt worden

Plötzlich gingen alle grünen Lichter aus.

Plötzlich gingen alle grünen Lichter auf der Fritz!Box aus. Es blinkte nur noch rot. So wurden wir zu unserem Auftrag gerufen.

Da hilft als erstes das offizielle Fritz Recovertool. Doch eine sehr sehr lange Liste von Anbietern von Kabel Deutschland, über 1&1, bis hin zu EWE haben eine Sperre für die Wiederherstellung der Fritz!Box. Sie äußert sich in folgendem Wortlaut:

“Das Gerät enthält angepasste Grundeinstellungen für Ihren
Internet-Anbieter (O2). Eine Wiederherstellung würde unter
Umständen dazu führen, dass das Gerät am Netz nicht mehr
betrieben werden kann.
Bitte nehmen Sie statt dessen Kontakt zu Ihrem Internet-Anbieter auf.
Die Wiederherstellung wird jetzt abgebrochen.”

Zu Spät, das Gerät kann bereits nicht mehr betrieben werden. Einen schlechteren Zustand kann es gar nicht mehr geben.

Ruft man dann bei O2 an und beschreibt, dass die Lichter durchgehend rot blinken, erfährt man, dass die Router längst nicht mehr kostenlos verschickt werden. Da wird für eine Fritz!Box 7490 schon mal der Jahressatz von etwa 48 Euro draufgeschlagen (abhängig vom Tarif und die Art des DSL’s). Nach O2 war unser Router mit blinkendem roten Licht tot. Unwiederbringlich. Und uns wird sofort ein neuer zugeschickt. Angeblich ist das nichts mehr zu machen.

Zugegeben, wir haben uns die Sendung eines neuen Routers auch zuerst mal anfordern lassen. Dann sind wir noch mal rangegangen. Und zwar mit dem ruKernel Tool.

Vorsicht mit diesem Tool

Zunächst einmal, nicht von überall herunterladen. Hier ist eine sichere, geprüfte Version aus dem Jahr 2011.

Der Entwickler hat den Support für die Software ruKernel eingestellt und alle Downloads selbst entfernt. Er schreibt, dass er keine Verantwortung übernimmt, wenn das Tool fehlerhaft eingesetzt wird. Und diese Verantwortung übernehmen wir auch nicht.

Aber vor dem Entpacken des Tools muss das Datum des Computers auf 2010 zurückgestellt werden. Ansonsten greift eine Fehlermeldung, dass die Version nicht mehr aktuell ist.

Dann sollte man es vermeiden, alte Versionen der Fritzbox Firmware aufzuziehen. AVM bietet selbst die neuesten Fritz Os Versionen im Download Bereich an. So ein passendes Image sollte man sich herunterziehen. ruKernel besteht nämlich nicht notgedrungen darauf nur die eigenen Images aufzuziehen, sondern ermöglicht ein fremdes Fritz!OS Image.

Vor einem Upload bietet das ruKernel Tool noch eine Überprüfung an, die man unbedingt vorher abschließen sollte. Hier sollte man auch unbedingt den Anweisungen des Tools folgen.

Und dann beginnt der Upload

Und damit einher hört mit einem Mal das Blinken auf und die Lämpchen leuchten wieder dauerhaft und das ruKernel Tool beglückwünscht dich dazu, dass du den totgeglaubten Router wiederbelebt hast.

Und dann reagieren die Mitarbeiter bei O2 plötzlich ganz anders. “Oh, zwei grüne Lampen leuchten dauerhaft. Das ist gut. Da können wir was machen.” O2 weist euch dann an, einen Telefoncode zum Werksreset der Fritz!Box einzugeben. Wichtig ist, dass das Kabel direkt mit dem Telefon verbunden ist.

Der Telefoncode lautet: #991*15901590*. Ihr merkt dann, dass die Fritz!Box plötzlich arbeitet. Dann ist die Fritz!Box noch nicht einsatzbereit. Den letzten Rest machen die von O2 dann per Remote von ihrer Weihnachtswerkstatt aus. Wichtig ist, dass ihr dann keine Kabel mehr rauszieht, oder so was ähnliches. Bei uns war nach 30 Minuten plötzlich alles wieder da: Internet, Telefonanschluss, Heimnetz usw.

Zuletzt dann daran denken, den neuen Router, den ihr bei O2 bestellt habt, wieder abzubestellen. Wenn der schon unterwegs ist, sollen die da schon eine Retour einbuchen, damit euch das Geld für den Router nicht abgebucht wird. Traurig, aber wahr. Ihr solltet euch das zwei oder dreimal bestätigen lassen. Vielleicht noch mal dann, wenn der Router wieder auf dem Rückweg zu O2 ist.

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